Wir beziehen Position
Autor: HellgardIG Metall Jugend
Wir beziehen Position:
- Für existenzsichernde Ausbildungsvergütung
- Für eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung
- Für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung
- Für Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf
Für ausreichen Ausbildungsplätze
im gewünschten Beruf
Ausbildungsplatzmangel: Die IG Metall Jugend fordert genügend Arbeitsplätze im gewünschten Beruf und die Schaffung vonneuen, zukunftsorientierten Berufsbildern.
Umlagefinanzierung: Immer mehr Jugendliche suchen einen Ausbildungsplatz, Unternehmen und öffentliche Hand bieten immer weniger Stellen an. Grund ist die Kurzsichtigkeit der Unternehmen. Schnelle Gewinne zählen, nicht langfristige Konkurrenzfähigkeit. Doch zu langfristiger Konkurrenzfähigkeit gehören nun mal qualifizierte Fachkräfte.
Die IG Metall Jugend fordert deshalb ein verbessertes Ausbildungsplatzangebot und eine gerechte Verteilung der Ausbildungskosten durch eine gesetzliche Umlagefinanzierung: Wer nicht ausbildet, muss zahlen! In einen Topf, aus dem Betriebe unterstützt werden, die über ihren Bedarf ausbilden.
Für eine qualitativ hochwertige
Ausbildung
Die IG Metall Jugend fordert eine qualifizierte, moderne Ausbildung. Dazu braucht es: Moderne Ausbildungsmethoden wie Projektausbildung, Lerninseln und Lernaufgabenkonzepte unter Einbeziehung neuer Medien. Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Methoden- und Arbeitstechniken, Projekt- und Prozessausbildung und Gruppenarbeit.
- Lernzielkontrollen
- Ausbildungsstandkontrollen
- Einhaltung des Ausbildungsrahmenplans
(Im Ausbildungsrahmenplan ist festgelegt, was den Auszubildenden während der Ausbildung vermittelt und beigebracht werden muss.)
Die IG Metall Jugend fordert die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung: durch Schaffung doppelqualifizierender Ausbildungsgänge und die Öffnung der Fachhochschulen für Absolvent/-innen des “dualen Systems”.
Für Entwicklungsmöglichkeiten
im Beruf
Darüber hinaus setzt sich die IG Metall auch für diese Themen ein:
Die IG Metall Jugend fordert eine aktive europäische Beschäftigungspolitik und kritisiert die bisherige bloße Verwaltung der Arbeitslosigkeit.
Zur Schaffung neuer Arbeitsplätze ist eine Erhöhung der öffentlichen Investitionen dringend erforderlich. Ob Wissenschaft und Forschung oder erneuerbare Energien, Gesundheitswesen, Verkehrssektor oder Bauwesen: Hier finden sich Bereiche mit erheblichen Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die IG Metall Jugend steht zu einem Arbeitsbegriff, der nicht auf Erwerbsarbeit reduziert ist. Er beinhaltet ebenso bisher unbezahlte gesellschaftlich, sozial und ökologisch sinnvolle Tätigkeiten. Es gilt im Rahmen von tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen neue Beschäftigungsperspektiven zu eröffnen. Auch hier ist der Gesetzgeber gefordert.
Europaweite Beschäftigungspolitik bedeutet, dass Europa wegen der immer enger werdenden internationalen Verflechtungen der Wirtschaft zu einer politischen, sozialen und ökologischen Union werden muss, in der die Rechte der ArbeitnehmerInnen gesichert sind. Die IG Metall Jugend arbeitet daran mit.
